18.04.2019Rhönentdecker

Trauriger Rekord beim Osterputz der "Rhönfüchse"

Schon zum zehnten Mal sind die „Rhönfüchse“, die Junior-Ranger-Gruppe aus Hilders, zum alljährlichen Osterputz angetreten. Nach einem arbeitsreichen Tag an der Bundesstraße in Dietges verzeichneten die Junior-Ranger einen traurigen Rekord.

Der Landkreis hatte in diesem Jahr die Reinigung von Gräben und Wasserläufen als Motto ausgerufen. „Wir waren uns schnell einig, dass unsere Gruppe diesmal den Hang in Dietges an der B 458 ansteuert“, erzählt Harald Vonderau, der die Rhönfüchse betreut. An dieser Stelle war den Junior-Rangern besonders viel Müll aufgefallen.

Zigarettenschachteln, Taschenrechner, Auspuff

Und so traf man sich zur etwas anderen Gruppenstunde: Los ging es im Örtchen Brand, um zunächst die Straßengräben in Richtung Dietges aufzuräumen. „Wir waren noch keine 500 Meter vorangekommen, da mussten wir die ersten vollgepackten Säcke am Straßenrand abstellen“, sagt Vonderau. Massenweise Flaschen, Zigarettenschachteln, Plastikmüll, Fastfood-Verpackungen und Fetzen von Siloplanen füllten die grünen Sammelbehälter schnell. Die auffälligsten Fundstücke reichten vom Taschenrechner über Bruchstücke von Autoteilen bis hin zu einer Auspuffanlage. Am anvisierten Hang bei Dietges waren die Müllberge dann sogar noch größer: Nach mühsamer Arbeit hatten die 9- bis 13-Jährigen 13 gefüllte Abfallsäcke und fünf große Planen angehäuft – ein trauriger Rekord nach zehn Jahren Osterputz.

Lob von Autofahrern

Grund zur Freude gab es trotzdem: Die Junior-Ranger hatten bei ihrer Aufräum-Aktion Unterstützer. Die Hilderser Bauhof-Mitarbeiter transportierten die gesammelten „Werke“ ab, und zahlreiche Autofahrer befolgten den Hinweis und fuhren langsamer. Von vielen gab es obendrauf noch ein Lob für die jungen Helfer – Grund genug für die Rhönfüchse, auch im nächsten Jahr wieder bei der Aktion dabei zu sein.

Müde, aber zufrieden wurde nach getaner Arbeit über die Herkunft der Abfallmassen diskutiert. Die Rhönfüchse rufen dazu auf, Müll und vor allem Plastik beziehungsweise dessen Verbreitung in der Natur zu vermeiden. Die Kinder bitten Autofahrer, keinen Müll mehr achtlos aus dem Fahrzeug zu werfen.

18.04.2019

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Die „Rhönfüchse“ mit Betreuerin Sigrid Goldbach.

Fotos: Harald Vonderau

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