Wasser

Beim Lebensraum Wasser unterscheidet man „Stillgewässer“, das sind Tümpel, Teiche und Seen, und „Fließgewässer“. Zu letzteren zählen alle Bäche und Flüsse ab der Quelle bis zur Mündung ins Meer.
In der Rhön wurden bisher fast 1.500 Quellen untersucht und auf einer Landkarte eingezeichnet. Nur im Wasser einer ganz sauberen Quelle kann die winzig kleine Rhönquellschnecke überleben.

Foto: Jürgen Holzhausen

Die Rhöner Bachforelle

Die Rhöner Bachforelle ist eine schnelle Schwimmerin. Du kannst sie an den roten Tupfen auf der Seite des Körpers erkennen. Sie ist auf klare und sauerstoffreiche Bergbäche angewiesen.
In der Vergangenheit wurde sie aber zunehmend von der Nordamerikanischen Regenbogenforelle verdrängt. Die ist ein echter Nimmersatt und vernichtet die Brutgelege der einheimischen Bachforelle. In den Kiemen der Bachforelle können sich die Larven der Flußperlmuschel entwickeln. Ohne Rhöner Bachforellen wird auch diese Muschel verschwinden.

Foto: Piclease, Heimpel

Der Biber

Er ist unser größtes Nagetier und baut im Bach Dämme wie kein zweiter, die Biberburg. Der Eingang in die Biberburg ist immer unter Wasser. So können ihn seine Feinde nicht verfolgen.
Am Ufer wächst seine Lieblingsspeise, Bäume mit weichem Holz und leckeren Knospen Das sind die Weiden.
Früher haben die Menschen zur Fastenzeit Biberfleisch  gegessen. Zu dieser Zeit durften sie kein Fleisch essen. Deshalb haben sie einfach behauptet, dass der Biber ein Fisch ist. Wo er doch so gut schwimmen kann!

Der Edelkrebs

Der Krebs wächst sehr schnell und häutet sich daher im ersten Lebensjahr 8 - 10 mal, weil ihm sonst sein Panzer zu eng wird. Nach der Häutung fühlen sich die Krebse ganz weich an, man nennt sie dann "Butterkrebse".
Zu dieser Zeit sind sie eine leichte Beute für Aale und Raubfische. Bereits nach ein paar Tagen ist der Panzer aber wieder ausgebildet und der Krebs ist ein Stück größer geworden. Krebse können bis zu 20 Jahre alt werden.

Foto: Biosphärenreservat Rhön

Die Schwarzerle

Die Schwarzerle ist die häufigste Baumart, die entlang des Ufers von Bächen wächst. Ihre Wurzeln sind gut geeignet das Bachufer zu befestigen.
Wenn man eine Erle absägt, wachsen aus dem Wurzelstock wieder neue Stämme empor. Das Laub der Schwarzerle, das ins Wasser fällt, dient vielen kleinen Lebewesen als Nahrung.

 

Foto: piclease, Goede

Die Köcherfliegenlarve

In klaren und schnell fließenden Bergbächen lebt die Larve der Köcherfliege. Die meisten Arten der Köcherfliegenlarven bauen sich einen Schutz aus kleinen Steinchen oder Ästchen, den Köcher.
Manche Köcherfliegenlarven bauen Netze, mit denen sie winzige Tierchen fangen. Aber Köcherfliegenlarven selbst dienen wiederum vielen Tieren als Nahrungsquelle.

 

Foto: piclease, Duty

Die Rhönquellschnecke

Die einheimische Rhönquellschnecke wird nur 2 mm groß. Dieser Zwerg kommt weltweit nur in der Rhön und im Vogelsberg vor.
Sie kann nur in ganz sauberem Quellwasser leben. Mit dem Schutz unserer Quellen vor Verunreinigungen übernehmen wir die Verantwortung, diesen Tierchen das Überleben zu sichern.

Foto: Biosphärenreservat Rhön

Der Schneider

Diesen Namen trägt ein bis zu 15 cm großer Fisch, der früher in allen Bächen der Rhön heimisch war. Aufgrund der Verschlechterung der Wasserqualität Ist der Schneider aber aus der Rhön verschwunden.
Im Jahr 2012 wurden in ausgewählten Bachabschnitten wieder junge Schneider ausgesetzt. Der Bestand wird seitdem genau beobachtet. Die Wissenschaftler sind zuversichtlich, dass der Schneider in der Rhön wieder heimisch wird.

Foto: Biosphärenreservat Rhön

Die Wasseramsel

Die Wasseramsel ist ans Leben am Bach angepasst. Sie jagt Köcherfliegen unter Wasser.
Die Jungen der Wasseramsel können schwimmen und tauchen, bevor sie fliegen können. Wasseramseln haben entlang des Bachlaufes Reviere, in denen sie immer auf und ab fliegen. Dicht über dem Wasser sausen sie dann dahin.

Foto: piclease, Fünfstück

Unsere Sponsoren

Weitere Sponsoren