Venus

Aus unserem Raumfahrertagebuch

„Warum mache ich das eigentlich?“, frage ich mich, als vor dem Bullauge des Raumschiffes der Boden der Venus immer näher kommt. Ich könnte inzwischen auf der Erde sein. In einem richtigen Bett schlafen. Immerhin war ich gerade drei Wochen auf Merkur gestrandet. Aber, … ja, was denn? Die wenigsten von uns sind mit dem Retter zurück nach Hause geflogen. Viele sind auf Merkur geblieben, haben mit den gelieferten Ersatzteilen die ursprünglich geplante Station gebaut. Wir müssen verrückt sein. Wir wären fast gestorben, also bleiben wir. Oder ziehen weiter. Nächster Planet, neue Lebensgefahr. Und das nur, weil ich für einige Sekunden ein blaues Leuchten gesehen habe. Es war eine Nacht, wie es viele gegeben hat. Ich habe die Gesellschaft nicht mehr ertragen und bin nach draussen gegangen. Venus strahlte am Himmel. Schimmerte noch einen Augenblick lang blau – und war dann so weiß wie eh und je.

Der Raumgleiter setzt dem Boden auf. Auf so einer Grundlage habe ich die Mannschaft überredet, mit mir hierher zu kommen. Unfassbar, das sie mir geglaubt haben, wenn man es genau bedenkt.

Wie geht das Abenteuer auf der Venus weiter? Schreibe hier an dem Raumfahrer-Tagebuch weiter.

 

Fakten über die Venus

Venus, auch genannt „Morgenstern“- oder „Abendstern“, ist nach der römischen Göttin der Liebe und Schönheit benannt. Sie ist der zweitnächste Planet zu unserer Sonne. Außerdem ist er der einzige Planet, der sich im Uhrzeigersinn dreht, und einer der wenigen Planeten ohne Monde. Ein Tag auf der Venus dauert etwa acht Monate auf der Erde.

Auf seiner Oberfläche herrschen nahezu 500 ° C, weshalb dort Wasser sofort verdampfen würde.

Die Venus scheint zwar fest, aber bis auf den Eisenkern und die äußere Krute ist er komplett flüssig. Doch auch er besaß vor langer Zeit einmal flüssiges Wasser.

Jetzt besteht seine Atmosphäre zu 97 % aus CO².

Der Venus leuchtet deshalb so hell, weil ihre strukturlose Wolkendecke 75 % der Sonneneinstrahlung reflektiert. Der Name "Abendstern" kommt von der daraus  resultierenden hohen  Leuchtkraft unseres Nachbarplaneten, so dass man ihn oft als ersten, oder auch letzten Himmelskörper neben der Sonne sieht.

Die restliche Strahlungsenergie der Sonne auf der Venus sorgt für starke thermische Strömungen in deren oberster Wolkendecke.

Die Venus, gemalt von Salome Zirk

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