Out of Cevennen - into Rhön

9. Tag: Der Rückfahrt erster Teil (geschrieben von Maxi)

Der vorletzte Tag unserer Frankreichreise begann wie immer mit dem Aufstehen, was bei den niedrigen Temperaturen am Morgen immer eine besondere Überwindung kostete. Da es sich für gewisse Personen als äußerst schwierig herausstellte vom warmen Schlafsack in die kalte, windige Morgenluft zu wechseln, verzögerte sich unsere Abfahrt, wie eigentlich immer, um einen beträchtlichen Zeitraum.

Nach dem üblichen Morgenprogramm – Frühstück, Geschirr spülen, Zelt abbauen – waren wir gegen 11 Uhr endlich bereit zur Abfahrt. Das Tagesziel war dabei der Campingplatz Crotenots im Departement Jura, auf welchem wir schon am ersten Tag übernachtet hatten.

Auf der Rückfahrt konnten wir also noch einen letzten Blick auf den Mont Lozère und den Cevennen Nationalpark werfen, bevor die Berge wieder riesigen Kuhweiden und Wäldern wichen.

Am frühen Nachmittag machten wir im mittelalterlich anmutenden Städtchen Largentiere halt, um den dortigen Markt in der Altstadt zu besuchen, was sich jedoch als Rennen gegen die Zeit herausstellte, da die Markthändler zum Zeitpunkt unserer Ankunft bereits mit dem Abbau begonnen hatten. Auch wenn wir gerade einmal eine Stunde Zeit für eine Einkaufstour hatten, konnten wir die Zeit einerseits nutzen, um unsere Vorräte an Brot und Käse wieder aufzufüllen, und andererseits, um durch die verwinkelten Gassen und Straßen der Altstadt zu flanieren.

Um 3 Uhr nahmen wir die Fahrt wieder auf und reisten unter anderem durch das Rhonetal und die Stadt Lyon, so dass wir gegen 22:30 Uhr endlich den Zeltplatz erreichten.

Aufgrund mehrerer Ausfälle unseres Navigationssystems hatte sich unsere Ankunftszeit so weit verschoben, dass wir letztendlich bei völliger Dunkelheit den Zeltplatz erreicht haben. Selbstverständlich waren alle völlig erschöpft von der langen, kräftezehrenden Fahrt, sodass beschlossen wurde, sowohl auf den Zeltaufbau, als auch auf ein warmes Abendessen zu verzichten.

Es war eine sternenklare Neumondnacht bei der, aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse, ein Chaos beim Aufbau vorprogrammiert gewesen wäre; vom Lärm einer solchen Aktion gar nicht zu sprechen. So schliefen wir also unter freiem Sternenhimmel, was aufgrund der geringen Regenwahrscheinlichkeit und der allgemein hohen Müdigkeit allerdings kein Problem darstellte.

Tag 10: Out of darkness – into Rhön (geschrieben von Simon)

Das ist der letzte Reisebericht des Kraftfahrzeug „Fox", dass mit seiner vier Mann starken Besatzung 10 Tage lang unterwegs war, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Hunderte Kilometer von der Rhön dringt der „Fox" in Gebiete vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Logbuch des Captains: Erdzeit 19.8.2015

Die Besatzungsmitglieder beider Fahrzeuge haben augenscheinlich aus den Fehlern der letzten Tage gelernt und wachen daher mit dem Sonnenaufgang auf. Nachdem die nötige Morgenarbeit verrichtet ist, werden die Fahrzeuge gepackt.

Die Schiffcrews verabschieden sich. Sie wissen, dass sie sich für die nächsten 800km nicht wiedersehen werden. Um 11 Uhr wird der Dreizylindrige Warpdrive gestartet, und das Fahrzeug nimmt Fahrt auf. In der nächsten größeren Siedlung der hier vorhandenen Lebensform werden die Nahrungsvorräte aufgestockt und Kraftstoff aufgefüllt.

Zwischenzeitliche Bedenken bereitet der Mannschaft unser Navigationssystem; aufgrund eines Sonnensturms verrechnet es sich bei der geplanten Ankunftszeit. Auf einer intergalaktischen Haltebucht treffen wir auf ein gestrandetes Fahrzeug, welche ebenfalls Probleme mit ihrem Navigationssystem haben. Trotz starker Bemühungen beider Seiten erweist sich die Kommunikation mit dem anderen Captain als sehr schwierig, weshalb wir schon bald wieder weiter reisen, ohne helfen zu können. Das letzte Hindernis, welches sich uns auf den Weg stellt ist ein Stau auf der hypergalaktischen Umgehungsstraße. Glücklicherweise funktioniert hier die Kommunikation mit den Crews der anderen Fahrzeuge besser, wodurch die Mannschaft noch Möglichkeit hat, hektisch den Fahrern der vogonischen Bauflotte zu winken. Gegen halb neun erreichen wir das erste Ziel; um neun sind wir endgültig am Zielhafen angekommen. Lt. Phillip und Cpt. Simon verschlingen noch ein Pfund Spagetti, bevor sie sich zu Bett begeben.

Sonnenbad (Foto: Wanderratten)

Mach mal Pause (Foto: Wanderratten)

Freudensprung auf dem Mont Lozere (Foto: Wanderratten)

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