Jetzt läufts

Tag 5: Through the highlands of the Cevenne mountains (geschrieben von Phillip)

Today is the halfway point of our trip, and so far it has been becoming more fun, as each day progressed. For breakfast, we had baguettes, some delicious chocolate bread and a very odd looking bread that looked like a pretzel.

Our hike today was going to be the longest one of our trip, a whopping 25 km, and I was excited. The hike was very enjoyable, and we saw many interesting sights, such as a graveyard with only five graves and a lot of grazing livestock. We passed through Vialas, Saint-Maurice-de-Ventalon and Le Pont de Montvert.

When we finished the long hike, I changed and went for a run. It was around 10 km, and everyone thought I was crazy for running, but it felt great. I didn´t get tired at all, my legs felt good and the scenery was beautiful. After that, we ate noodle salad for dinner.

The day was concluded with a game involving questions, wine and a cup. This was very fun, and then we went to bed.

Tag 6: So also entstanden die Cevennen … (geschrieben von Isa)

Samstagmorgen. Zum letzten Mal durften wir den Luxus-Campingplatz von Pont de Monvert genießen. Heute Morgen duschten nur die, die es wirklich nötig hatten, denn der Hygieneresistente Rest hoffte auf bessere Duschen beim nächsten Zeltplatz am Abend. Diesen Kläranlagen hier wird wohl niemand hinterhertrauern.

Um die Toiletten auf dem heutigen Campingplatz in Finiels zu testen (und um natürlich den Hänger mit Bus dort abzustellen), fuhren Susi, Simon, Micha und ich dorthin. Während Susi mal wieder ihre Dolmetscherkünste auspackte um die größte und schönste Liegewiese heraus zu handeln, bestand Simons und meine wichtige Aufgabe darin, unsere Trinkflaschen von dem stinkigen Chlor-Wasser von Pont de Monvert zu befreien und sie mit blumig, den Gaumen umspielenden Wasser von Finiels aufzufüllen.

Nach erfolgreichen Verhandlungen mit der weißhaarigen Hüterin des Zeltplatzes Finiels, fuhren wir 4 mit gutem Gefühl und dem frischen Wasser mit Simons Auto zurück nach Pont de Monvert, wo der Rest der Gruppe am Ecomusee sehnsüchtig auf uns wartete. Doch der Schock des Tages: Das Museum öffnete erst um 15 Uhr und es war gerade mal 13 Uhr. Jetzt stand nur noch eine Frage im Raum: Wie sollten wir diese 2 Stunden der vollkommenen Vorfreude überbrücken???

Doch nicht verzagen, Micha fragen. Denn wenn Plan A nicht funktioniert, hat er immer einen mindestens genauso ausgefeilten Plan B in der Tasche. So kam es, dass wir erst die nahezu lächerlichen 8 km nach Finiels wanderten (die wir sogar mit nur einer Schokopause überstanden), die Besichtigung musste eben noch ein paar Stunden warten.

An unserem heutigen Wanderziel angekommen, standen wir vor einem weiteren Problem: 12 Wanderratten, aber ein Bus für nur 8 Personen. Doch auch hier hatte die königliche Oberratte schnell eine Lösung parat und so wurde aus dem Ubi-Bus eine 12-Mann-Limousine, in der die Kofferraumplätze sogar noch begehrter waren, als die noch freien Plätze neben Micha.

Endlich wieder am Ubi-Haus von Pont de Monvert angekommen, war dort der rote Teppich für uns schon ausgelegt und die Audio-Guides lagen schon bereit. Das Museum informierte über die dortigen Lebensweisen, Kulturen, Landschaften und vieles mehr. Besonders faszinierend fand ich einen Film über die Entstehung des Gebirges, in dem es um einen quadratischen Block ging, der anscheinend die Cevennen darstellen sollte. Aus diesem wurden nun durch Animationen verschiedenartig Stücke herausgehoben, verschoben und abgesenkt und letztendlich wurde alles mit einem überdimensionalen Kochlöffel verrührt. Tadaa: Fertig waren die Cevennen! (Jedenfalls fast, aber mindestens genauso verständlich)

Außerdem erzählte die freundlich nervige Stimme am Apparat von der dortigen Geschichte, die wohl von viel Gemetzel geprägt war. Aber wo ist das schon anders?

Zum krönenden Abschluss wurde extra für uns noch ein Film eingelegt. Von was dieser genau handelte, blieb für mich ein Rätsel, da meine Französisch-Kenntnisse nicht über „Je suis Isabell, un rat qui march" hinausreichen. Dafür bot sich für mich jetzt die Gelegenheit einer Schlafpause, für die anderen war die Zeit einer Massage-Reihe gekommen.

Nachdem wir uns noch schnell ins Gästebuch eingetragen hatten (natürlich auf Deutsch) machten wir uns, diesmal mit „normaler" Personenladezahl pro Fahrzeug, auf den Weg zum Campingplatz.

Nach schnellem und inzwischen professionellem Tarp-Aufbau, hatte Simon die Idee uns noch etwas mit Chi Kung zu quälen. So wurden Michas Kochversuche von Schmerzensschreien erfüllt, was dem Essen die gewünschte Note gab. Von diesen etwas anderen Dehnübungen waren wir alle entspannt und uns war kalt. Keine gute Kombination, wenn das Essen noch auf sich warten ließ. So entschlossen wir uns kurzer Hand zu Drei-Schritt-Kissen, wobei sich Alex und Phil mit besonderem „individuellen" Siegeswillen zeigten. Wieder vollkommen fertig, aber aufgewärmt, warteten wir immer noch aufs Essen. In dieser Zeit fuhr Simon zurück zum Zeltplatz, von dem wir am Morgen aufbrachen, um seine vergessene heilige Jacke zu suchen (erfolgreich) und ich versuchte mir mit meinen schwächlichen Gitarrenkünsten die Zeit zu vertreiben. Jedem kommen beim Hunger andere Gedanken…

Als dann das Chili con Carne endlich fertig war, alle schon begannen ungeduldig die Schalen zu füllen, stellte Micha uns vor eine weitere Probe: Finde den Fehler!... Genau: der Reis fehlt. Ganz vom Hunger getrieben, halfen nun alle zusammen, um das Gericht zu vollenden.

Die Erlösung kam dann bei romantischem Mondlicht, aber das Warten hatte sich gelohnt. Mhhmm Lecker!

Anschließend waren wir alle so satt und müde, dass wir sofort umfielen und in Tiefschlaf (hust hust) versetzt wurden. Begleitet von den Stürmen der Nacht ...

.. träumen wir vom Gipfelsturm.

Sturm und Steine (Foto: Wanderratten)

Wahnderratten (Foto: Wanderratten)

Locker werden beim Qigong (Foto: Wanderratten)

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