Wo ist eigentlich der Weg?

Tag 3: Ab durch die Hecke (geschrieben von Salome)

Heute sind wir den ersten Tag gewandert. Wir starteten in Altier. Die Hitze kam den 40 ° bei der Probewanderung entsetzlich nahe. Schon nach einem Kilometer hatten wir uns verlaufen und fanden uns im tiefsten Gestrüpp wieder. Nachdem wir gemerkt hatten, dass dieser „Weg" nicht der richtige sein konnte, drehten wir um. Zurück auf dem Wanderweg stiegen wir zu den drei Gipfelkreuzen hoch, die Aussicht war fantastique. Als wir später durch Bergognon liefen, fielen wir gierig über das eiskalte Wasser eines Brunnens her, bespritzten uns und tauchten T-Shirts und Köpfe unter. Nach einer kurzen Gummibärchenpause wanderten wir weiter.

Zu Mittag aßen wir als Vorspeise Brombeeren, die wir auf dem Weg durch den Wald gefunden hatten, und Baguette und französischen Käse. Danach trennten wir uns auf. Der eine Teil ging nach Villefort zum Einkaufen und der andere lief nach La Palheres und holte Simons Auto.

Während Micha und Simon den Bus holten, spielten wir in Villefort Karten und sangen. Nachdem wir dann endlich am Campingplatz angekommen waren, kochten wir, zum Glück ameisenfrei, Gemüseeintopf und krochen erschöpft in unsere Schlafsäcke.

Tag 4: Michas Schwarm (geschrieben von Susi)

Nach der bösen Überraschung, die uns La Palheres vorgestern abend bereitet hatte, fahren wir heute zuerst alle in Frage kommenden Campingplätze ab, inspizieren und reservieren.

Das Wetter sieht schon jetzt unfreundlich aus – fette Gewitterwolken und stürmischer Wind. Aber allen Warnungen zum Trotz brechen wir um die Mittagszeit schließlich auf. Zunächst ein Anstieg, der sich zieht, bis wir dann auf einem Höhenzug entlang laufen und Wolken aus nächster Nähe beobachten können. Die Aussicht lohnt sich und es bleibt trocken. Wir beschließen, die Pausen dennoch nicht auszudehnen.

Micha, der den Käse trägt, wird von Fliegen umschwärmt. Viele bestimmte Pflanzen und einige Kilometer später sehen wir mit Schrecken auf die Uhr. Die Zeit wird knapp! Bald ist klar – das Tagesziel, Vialas, werden wir wohl nicht erreichen, egal, wie sehr wir uns beeilen. Also teilen wir uns auf. Phillip und Simon joggen zurück. Sie sollen mit dem dortigen Auto Micha in La Mas de la Barque aufgabeln und ihn zu Auto 2 bringen. Dann kann er den Rest nachholen.

Währenddessen macht sich besagter Rest auf den Weg zum außerplanmäßigen Treffpunkt, um bei dieser Gelegenheit noch den Nachbargipfel zu besteigen. Ein schöner Pfad, um sich zu verlaufen, denn unsere Karte kennt ihn nicht. Wir müssen Mr. Google fragen …

Wirklich problematisch wird es aber erst, als wir keinen offenen Supermarkt mehr finden. Als wir beim Campingplatz in Le Pont de Montvert ankommen, gibt es ein sparsames Nachtmahl und Zeltaufbau im Zeitraffer.

Neugierig, wie es weitergeht?

Unter Misteln und Maronen (Foto: Wanderratten)

Ginster und Nebelschwaden (Foto: Wanderratten)

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