Stürmische Sternwanderung

Am 17. Januar 2018 war es wieder soweit, drei Schulklassen aus allen Landesteilen der Rhön haben ihre traditionelle Sternwanderung zum Schwarzen Moor durchgeführt. Auch in diesem Jahr war wieder das übergreifende Thema, etwas über die Überwinterungsstrategien der heimischen Wildtiere zu erfahren. Pünktlich zu diesem Tag gab es denn auch einen beeindruckenden Wintereinbruch. Dick eingepackt in Schneekleidung trafen die drei ausgewählten Schulklassen früh am Morgen auf die sie begleitenden Ranger aus dem Biosphärenreservat Rhön.

Wie es sich für eine richtige Sternwanderung gehört, wurde von drei unterschiedlichen Startorten ein gemeinsames Ziel angesteuert – das Umweltbildungshaus am Schwarzen Moor. Die Thüringer Schüler aus der Staatlichen Grundschule Frankenheim konnten direkt von ihrem Schulhaus aus starten. Angeführt vom Ranger Rolf Friedrich hatten sie den wohl stürmischsten Fußmarsch vor sich, mussten sie doch die weite Freifläche zwischen Frankenheim und dem Schwarzen Moor durchqueren.

Nicht ganz so stürmisch, dennoch sportlich, ging es für die hessischen Schüler aus der Grundschule Eckweisbach zu. Sie erklommen die Hochrhön von Seiferts aus. Für sie ging es vorbei an den Heckrindern vom “Yak-Willi” und der großen Heckrindherde auf der bayerischen Rhön. Was diese urtümlich anmutenden Rinder alles aushalten! Viel Zeit zum Verweilen blieb den Kindern aber nicht, weil das Wetter doch etwas zu unwirtlich war. Und so waren die hessischen Schüler auch die zweite Gruppe, die beim vereinbarten Treffpunkt ankam.

Als erste Gruppe am Umweltbildungshaus trafen die Schüler von der Alfred-Hauser-Schule aus dem bayerischen Ostheim ein. Sie waren am Rhönhof losgelaufen und haben im Wald Spuren von Eichhörnchen, Marder, Fuchs und Reh entdeckt. Auf ihren letzten Metern zum Ziel hiess es “Polarexpedition!” und sie haben sich tapfer über die letzte Freifläche bis zum Umweltbildungshaus am Schwarzen Moor durchgekämpft.

Dort kamen alle drei Schülergruppen mit roten Backen an. Gut dass es zur Stärkung heissen Apfelsaft und eine Bratwurst gab. Denn nachdem die Kräfte zurückgekehrt waren hiess es schon: “Welche Klasse baut den höchsten Schneemann?”. Da gab es verschiedene Bautechniken zu bestaunen, und der Siegerschneemann war ein sehr dünner Geselle, der mit seiner hochtoupierten Irokesenfrisur stolze 2,10 Meter maß. Der schönste Schneemann aber war – eine Schneefrau!
Anschließend mussten die Kinder in einem Rätselspiel Tierarten erraten und entscheiden, welche Überwinterungsstrategie diese Tiere wohl haben: Winterschlaf, Winteraktiv, Winterstarre, Winterruhe oder gar Winterzieher? Gar nicht so einfach …

Zum Abschluss haben sich die Schüler noch einen Tierfilm mit beeindruckenden Filmaufnahmen unserer Rhöner Tierwelt angeschaut, bevor sich alle verabschiedeten, in Kleinbusse stiegen und wieder in ihre Heimatdörfer gebracht wurden. Alles in allem ein schöner Wintertag, an den sich die Schüler bestimmt noch lange erinnern werden.

Treffpunkt Umweltbildungshaus am Schwarzen Moor, Foto: Hubert Stumpf

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