Planetoid Rhön

Aus dem Raumfahrer-Tagebuch

Letztendlich habe ich den Rhön-Planetoiden ausgewählt. Ist lange her, aber als Jugendlicher bin ich da gelegentlich hingefahren, da war ich nämlich in ner Jugendgruppe. In der Schwärze des Raumes hat man das Gefühl, man würde sich überhaupt nicht von der Stelle bewegen. Ach, das waren Zeiten… plötzlich schrecke ich auf, reiße das Steuer herum und kann nur knapp verhindern, mit einem Kieselstein der Größe eines Hochhauses zusammenzustoßen. Vor mir der Asteroidengürtel. Überall Gesteinsbrocken, einige kaum mehr als Staubkörner, wieder andere so groß wie Planeten. Vor allem auf letzteren. Pyramidenformen! Überall!

Da sitzen wir nun und blicken in den Nachthimmel. Kommen uns komisch vor. Dabei ist das hier eigentlich typisch für wissenschaftliches Arbeiten. Man sollte nicht unterschätzen, wie viel Zeit eines Experimentes dafür draufgeht, auf das Ergebnis zu warten. Wie viele Notizen wohl schon von umfallenden Kaffeebechern ausgelöscht worden sind? Wir haben nur Wasser.

Kein Wissenschaftler würde je einem Hirngespinst hinterherjagen. Tun wir ja auch nicht. Wir haben die Erde unterrichtet, dass auch auf Rhön Pyramiden sind. Erwartungsgemäß waren sie komplett unbegeistert, dass wir nicht mehr auf dem Mars sind. Sie schicken uns jemanden hinterher, um uns zu holen. Wir warten auf einen Grund, weiterzufliegen. Die hiesige Anlage haben wir kurz untersucht. Auf den ersten Blick nichts Neues. Soll sich die Erde kümmern.

Oder haben wir was übersehen? Was passiert auf dem Asteroiden Rhön? Schreib die Geschichte weiter!

Fakten zum Planetoid Rhön

Der Astronom Dr. Freimut Börngen aus Jena richtet im September 1991 sein Teleskop auf eine Region zwischen dem Mars und dem Jupiter. Lange dreht er am Okular um das Himmelsobjekt das er vor der Linse hat scharf einzustellen.

Er ist der erste, der diesen etwa sechseinhalb Kilometern im Durchmesser messenden Felsbrocken entdeckt hat, folglich darf er ihm einen Namen geben.

Mit Rillen durchzogen, von Felsbrocken übersät - wo hat er solch eine Landschaft nicht schon einmal gesehen?
Ist es ein Wunder, dass er diesem Planetoiden den Namen "Rhön" gab?

Der Planetoid Rhön bewegt sich im Asteroidengürtel zwischen dem Mars und dem Jupiter. Aufgrund seiner geringen Größe gehört er in die Klasse der Asteroiden. Größere Himmelsobjekte ab 100 km Durchmesser mit einer runden Form nennt man Kleinplaneten.

Das größte Objekt in diesem Asteroidengürtel ist mit knapp 1000 km im Durchmesser der Ceres. Auch der Pluto, der allerdings weit außerhalb des Neptun seine einsamen Bahnen zieht, ist in die Klasse der Klein- oder Zwergplaneten zurückgestuft worden.

Kleinplanet Ceres, Foto: wikipedia

Größenvergleich von Erde, Mond und Ceres, Foto: wikipedia

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