Gersfeld - 24.09.2008Biosphärenreservat Rhön

Hochmoorflächen von aufkommendem Baumwuchs befreit

Jugendgruppe des Alpenvereins unterstützt Biosphärenreservat bei Renaturierungsarbeiten im Roten Moor / außergewöhnliche Einblicke in Flora und Fauna

ROTES MOOR. Bei einem in Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat Rhön durchgeführten Arbeitseinsatz erlebten Mitglieder der Jugendgruppe der Sektion Fulda des Deutschen Alpenvereins das Naturschutzgebiet Rotes Moor von einer ungewöhnlichen Seite. Unter Führung von Ewald Sauer vom Biosphärenreservat besuchten die Jugendlichen die ansonsten streng geschützten Hochmoorflächen und erhielten einen außergewöhnlichen Einblick in die Flora und Fauna des Roten Moores.

In seinen einführenden Worten erläuterte Ewald Sauer, zuständig für den Natur- und Artenschutz im Biosphärenreservat Rhön, den Jugendlichen die Entstehung und Geschichte des Moores und den Zweck des Arbeitseinsatzes. Ziel war die Entfernung von Gehölzen, die auf den Hochmoorflächen aufkeimen, so dass das Moor nicht zuwächst und es weiter austrocknet. So feucht wie vor dem Torfabbau im 19. und 20. Jahrhundert wird das Moor wohl aber nie mehr werden, denn die Entwässerung hat das Moorwachstum zum Stillstand gebracht. Nun bietet das Moor auch anderen, höherwertigen Pflanzen, die die sensiblen Moorpflanzen verdrängen, Lebensraum, was verhindert werden soll.

Als der Regen etwas nachließ, ging es vom „Moorsee“ durch die Karpatenbirkenwälder ins Moor hinein. Gespannt verfolgten die Jugendlichen die Erklärungen zu den Entwässerungsgräben und der Vegetation im abgetorften Bereich des Moors. Bald erreichte die Gruppe den Hochmoorkörper, wo es dann galt, selbst mit anzupacken. So wurden mit den Händen die kleineren Birken und Kiefern aus dem Boden gezogen, die größeren mit der Astschere gefällt. Stärkung zwischendurch gab es nicht nur aus dem Rucksack, sondern auch durch die überall wachsenden Heidelbeeren. Die Rauschbeere und Moosbeere, enge verwandte der Heidelbeere, schmeckten allen ebenfalls hervorragend.

Nachdem die Hochmoorfläche von neu aufkommenden Birken und Kiefern befreit war, bestieg der Trupp zum Schluss den neu errichteten Aussichtsturm und konnte das gemeinsame Werk von oben betrachten. Zum Schluss stärkten sich alle für die Heimreise im Haus am Roten Moor.

24.09.2008

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