Biberlehrpfad Bad Brückenau

Rund hundert Jahre lang war der Biber in Bayern ausgestorben. Rund 120 Biber wurden vor dreißig Jahren an mehreren Stellen in der Rhön ausgesetzt.

Die Aktion hatte Erfolg.
Heute wird der Bestand auf etwa 3.500 Reviere mit 12 bis 14.000 Tieren geschätzt.
Bei Wernarz, im Sinntal, hat eine Biber-Familie mit sechs bis acht Tieren ein stattliches Heim gebaut. Biber gelten als scheue Tiere und sind meist in der Nacht aktiv.

Der Biber ist ein fleißiger Nager, der sich nicht nur Freunde macht. Viele Landwirte sind alles andere als glücklich über die Aktivitäten des Bibers – insbesondere dann, wenn die Tiere durch ihre Dämme die Wiesen unter Wasser setzten, so wie kürzlich in Eckarts geschehen. In Bayern ist der Biber streng geschützt – doch nur dann, wenn er ganz bestimmte Tabuzonene nicht betritt.

Lehrpfad im Sinntal

In den vergangenen Jahren hat sich der Biber als anpassungsfähiges Tier entpuppt. Als "Wasserbauingenieur" und "Holzfäller" hat der Nager Lebensräume umgestaltet. Vielfältige Feuchtgebiete, Wohnstatt für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entstanden. Der Biber ist ein im Wasser und an Land lebendes Nagetier. Er ist Vegetarier. Um an Knospen und junge Zweige zu gelangen, fällt er Bäume. Dafür hat er ein spezielles Gebiss mit stark ausgebildeten Nagezähnen die tief im Kiefer verankert sind. Im Sommer ernährt sich Familie Biber von Kräutern und Gräsern aus den Uferwiesen.

Um die "Bauwerke" bewundern hat der Bund Naturschutz, Kreisgruppe Bad Kissingen, eine Aussichtsplattform geplant, von der aus man den Biber und seine Aktivitäten beobachten kann.

 

Weitere Informationen erhältst du im

Biosphärenzentrum "Haus der Schwarzen Berge"

Foto: Claus Schenk - Sinntal

Foto: Claus Schenk - Sinntal

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