Kanuwandern in Dinkelsbühl

Tag 1: Ankunft und Training

Zu neunt zogen wir los ins entfernte Dinkelsbühl, wo wir unser Lager im dortigen Naturfreundehaus aufschlugen. Für diese geniale Kanutour opferten wir sogar einen Schultag und gönnten uns ein verlängertes Wochenende, indem wir den Freitag zwischen Feiertag und Wochenende zum Brückentag erklärten.

An unserem Ankunftstag, Donnerstag, hatten wir ja nur noch einen halben Tag Zeit, den wir zum Üben im Umgang mit den Kajaks auf dem Fluss vor dem Haus nutzten. Da die meisten noch nie in einem Kajak gesessen waren, hatten wir anfänglich ganz schöne Schwierigkeiten mit dem Lenken und fuhren wie besoffen. Aber nach einer Runde um Dinkelsbühl lief es wie geschmiert.

Tag zwei: Idylle und Schokolade auf der Jagst

So waren wir am nächsten Tag zuversichtlich, als wir mit dem Ubi-Bus zu unserer Einstiegsstelle an der Jagst aufbrachen, wo unsere Tagestour startete. Wir paddelten alle in Einser-Kajaks, jeder war also für sein eigenes Schicksal verantwortlich. Außer zum Zucker-Tanken, dafür schlossen wir uns alle zu einem großen Schokofloß zusammen.

Die Fahrt auf dem Fluss war einfach genial! Wir fuhren im Wechsel von strahlendem Sonnenschein und angenehmen Schatten, den die Bäume am Ufer spendeten, durch nahezu unberührte Natur. Im grün schimmernden Fluss spiegelten sich fröhlich die bunten Kajaks und die Entenküken, die unseren Trupp ein Stück begleiteten.

Erschöpft, aber glücklich, kamen wir an unserem Ziel an, wo der Ubi-Bus geparkt war, mit dem wir zurück nach Dinkelsbühl fuhren. Das Abendessen verschob sich bis Mitternacht, weil wir unbedingt den Pizzaofen in der Küche ausprobieren mussten. Jetzt war es schon wirklich spät, aber trotzdem wollten wir noch bis zur völligen körperlichen und geistigen Erschöpfung das Geschicklichkeits- und Schnelligkeitsspiel „Junglespeed“ spielen.

Tag drei: Unfälle und Wasserschlacht

Obwohl wir nur wenige Stunden Schlaf bekommen hatten, waren wir am nächsten Morgen wieder fit und energiegeladen. Die Zeit, die wir warten mussten, bis Micha, unsere Oberratte, den Ubi-Bus zu unserem Tagesziel gebracht hatte und mit einem Paddel zurück getrampt war, überbrückten wir mit einer Slackline.

Heute hatten wir zwei Zweier-Kajaks dabei, an die sich die beiden Teams Micha & Josephine und Isa & Sarah wagten. Das Steuern mit diesen war echt schwerer als gedacht, weil der Hintere sich mit aller Kraft ins Paddel stemmen musste, um zu lenken und auf Kurs zu bleiben. Eine Steuerfrau, die hier namentlich nicht genannt werden möchte, stellte sich so ungeschickt an, dass kein Strauch oder Stein am Ufer von einer Rambolage verschont blieb. Nach hysterischen Kicherkrämpfen der gesamten Besatzung mussten Plätze und Fahrer getauscht werden. Dann klappte es besser.

Weil es sommerlich warm war und sowieso alle Bikini oder Badehose anhatten, war eine wilde Wasserschlacht die perfekte Abkühlung. Wir jagten uns so lange über den Kocher und spritzten uns mit den Paddeln gegenseitig nass, bis wir völlig fertig waren. Doch manche Fehden waren so erbittert, dass sie immer wieder entbrannten.

Da danach sowieso alle klatschnass waren, fiel es gar nicht auf, dass manche immer noch nicht genug hatten und beim Aussteigen ins Wasser klatschten.

Tag 4: Wir werden Kanu-Polo Stars!

Auch am letzten Tag wollten wir es nass, spaßig und wild. Deshalb beschlossen wir, auf dem Fluss vor dem Naturfreundehaus Kanu-Polo zu spielen. Dabei versuchen Mannschaften zu je drei Personen in Einer-Kajaks, mit dem Paddel einen Ball ins gegnerische Tor zu befördern, das an einem Flussufer markiert ist. Es traten immer zwei Mannschaften in einem Turnier gegeneinander an. Wie man sich vorstellen kann, wurde es sehr nass und extrem lustig. Ein Fanclub aus japanischen Touristen versammelte sich mit Kameras auf einer Brücke, um das Spiel zu verfolgen. Auch wenn die Wanderratten in ihrer Heimat noch nicht die volle Berühmtheit erlangt haben, sind wir in Japan bestimmt in jeder Dia-Show zu sehen.

Coole Wasserratte, Foto: Wanderratten

Schoko-Floß, Foto: Wanderratten

Kanu-Polo, Foto: Wanderratten

Unsere Sponsoren

Weitere Sponsoren