Hecke

Hecken sind aus der Bewirtschaftung der Landschaft durch den Menschen entstanden. Entlang von Ackerrändern wurden die hochgepflügten Steine abgelegt. Zwischen diesen Steinen konnten angeflogene Samen von Sträucher keimen und wachsen.

Vögel, die dort Rast gemacht haben, haben mit den Samen von gefressenen Früchten in ihrem Kot zu weiteren Ansamungen geführt. Die Hecken nutzen dem Menschen durch Windstille und Wärme. Manche Früchte sind auch für uns Menschen essbar und die Hecke versorgt uns mit Brennholz.

Foto: Naturpark & BR Bayer. Rhön e. V.

Der Neuntöter

Sein Name klingt brutal. Der Neuntöter spießt Insekten, große Käfer, Heuschrecken und Libellen auf Dornen oder spitze Zweige als Nahrungsreserve für schlechte Zeiten. Angeblich sollen es immer neun Insekten sein, die er sammelt, ehe er anfängt zu fressen, daher sein Name.
Das prächtig gefärbte Männchen des Neuntöters besitzt einen auffälligen schwarzen Augenstreif. Es sieht so aus, als hätte er eine schwarze Augenbinde um den Kopf. Weibchen und Junge sind demgegenüber eher unscheinbar. Der Neuntöter ist ein Zugvogel, d. h. er zieht im Winter in den Süden und kommt im Frühling wieder.

Foto: piclease, Ott

Die Erdkröte

Den größten Teil des Jahres verbringen Erdkröten in Hecken, wo sie nach Schnecken, Asseln oder Würmern jagen.
Hier verbringen sie auch die kalte Jahreszeit, indem sie sich tief in das Laub einwühlen und dort in die Winterstarre fallen. Wenn es wieder wärmer wird krabbeln sie im Schutz der Hecke zu dem Teich zurück, in dem sie auch geboren wurden. Dort legen sie ihre Eier ab, aus denen schon bald die Kaulquappen schlüpfen. Oft müssen sie dabei auch Straßen überqueren, was sehr gefährlich für sie werden kann. Deshalb ist es wichtig, im Frühling beim Autofahren auf wandernde Kröten acht zu geben. Es gibt auch engagierte Naturfreunde, die ihnen über die Straße helfen. Lustig: das Männchen ist immer nur halb so groß wie das Weibchen.

Foto: piclease, Gadde

Die Bergeidechse

Die Bergeidechse kann auch mit kälteren Temperaturen ganz gut zurechtkommen, Aber je wärmer es ist, desto schneller und besser kann sie sich bewegen. Deshalb sucht sich die kleine Eidechse gerne ein warmes Plätzchen um sich in der Sonne aufzuwärmen. Du findest sie erst ab 500 Metern Höhe und meist in feuchten, sumpfigen Gebieten wie z. B. in unseren Rhöner Mooren. Die Bergeidechse bringt lebendige Junge zur Welt, obwohl sie ein Reptil ist. Wenn sie durch Fressfeinde angegriffen wird, kann sie ihren Schwanz abwerfen, um den Feind damit abzulenken und flüchten zu können. Aber keine Sorge, der Schwanz wächst wieder nach.

Foto: piclease, Grasse

Die Blindschleiche

In den trockeneren und steinigen Bereichen der Hecke fühlt sich die Blindschleiche wohl. Obwohl sie aussieht wie eine kleine Schlange, gehört die Blindschleiche zu den Eidechsen. Am Skelett kann man noch die Reste von den Beinchen - ein Überbleibsel der Eidechse - erkennen. Beide können bei Gefahr ihren Schwanz abwerfen. Der Schwanz zappelt dann weiter, um den Feind zu verwirren. Und unsere Blindschleiche bringt sich dann schnell in Sicherheit. Sie ernährt sich fast ausschließlich von Regenwürmern und Schnecken und leider sieht man Blindschleichen mittlerweile nur noch ganz selten. Blindschleichen sehen zwar aus wie Schlangen, sind aber überhaupt nicht gefährlich.

Foto: piclease, Ott

Die Heckenrose (Hagebutte)

Die Früchte der Heckenrose sind die Hagebutten. Sie sind sehr reich an Vitamin C. Aus den Hagebutten lässt sich eine leckere Marmelade oder auch Tee kochen.
Vögel fressen gerne Hagebutten. Siebenschläfer oder Gelbhalsmaus legen sich gerne auch ein Futterdepot aus den Hagebutten an, um über den Winter zu kommen. Die Blüte der Heckenrose ist weiß bis rosafarben und ist Nahrung für Bienen oder Schmetterlinge. Aus den Häärchen um die Samen kann man Juckpulver herstellen.

Foto: Uwe Steigemann

Schwarzdorn, Schlehe

Dieser weit verbreitete Strauch wird bis zu drei Meter hoch. Zwischen den dichten Dornen des Schwarzdorns fühlen sich Vögel vor Verfolgern sicher.
Deshalb bauen sie dort gern ihre Nester. Im Frühjahr blüht der Schwarzdorn mit unzähligen, weißen Blüten. Die Früchte sind für uns Menschen erst nach dem Frost genießbar.

Foto: piclease, Nieveler

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