Dorf

Das Dorf, das ist doch dein Lebensraum. Hier wohnst du, aber hast du dich schon mal genau umgeschaut?
Nein, du bist nicht allein, denn außer deiner Familie, Hund, Katze und Maus, gibt es noch andere Mitbewohner in deinem Dorf. Auch diese nutzen es als ihren Lebensraum.

Foto: Naturpark & BR Bayer. Rhön e. V.

Die Fledermaus

An einem warmen Sommerabend hast du sie bestimmt vor deinem Haus oder im Garten herumfliegen sehen, die kleinen Batmänner und Batfrauen, wie sie auf der Jagd nach Insekten im Zick-Zack-Flug über dich hinweggehuscht sind. Tagsüber verstecken sie sich auf dem Dachboden oder in Ritzen und Höhlen, in denen sie schlafen. In der Dämmerung erwachen sie und begeben sich auf Beutezug. Um sich in der Dunkelheit gut zurecht zu finden, benutzt die Fledermus besondere - für den Menschen nicht hörbare - Utraschallrufe. Aber Angst musst du nicht vor ihnen haben. Außer, wenn du zufälligerweise ein Nachtfalter bist - dann bring dich lieber schnell in Sicherheit!

 

 

 

Foto: piclease, Fünfstück

Die Schleiereule

Auf dem Dachboden der Kirche lebt die Schleiereule. Und auch manch ein Bauer ist glücklich, wenn sie in seine Scheune eingezogen ist und dort den Tag verschläft.
Denn dieser Vogel ist besser als jede Mausefalle. Da kann auch der Stallkater nicht mithalten, denn eine Schleiereule kann in einem Jahr bis zu 25.000 Mäuse vertilgen. Sie hat die Fähigkeit auch bei absoluter Dunkelheit ihre Beute zu finden, da sie beim Beutefang meist nur nach Gehör fliegt. Die Schleiereule wie auch alle anderen Eulen haben an den Flügeln spezielle Federn, die den Flug absolut geräuschlos machen. So können sie sich ihren Beutetieren unbemerkt nähern.

Foto: Jürgen Holzhausen

Die Kreuzspinne

Eine Art Faden für das Netz, ein anderer als Stolperfalle für die Beute, einer zum Einwickeln der Beute, eine andere Art Faden zum Einwickeln der eigenen Eier, manche klebrig, andere nicht, um selber darauf laufen zu können – die Kreuzspinne ist eine echte Baumeisterin, die genau wissen muss, was sie sich zusammenspinnt, will sie sich nicht selbst in ihrem eigenen Netz verfangen.
Die Kreuzspinne triffst du überwiegend im Garten an, sie ist relativ groß und sieht deshalb auch ein bisschen gefährlich aus. Aber keine Angst, sie tut nichts.

Foto: piclease, Klieber

Der Spatz

Der Spatz (Haussperling) ist ein Kulturfolger, das heißt dass er eng mit dem Menschen zusammen lebt. Du kennst sicher den Ausruf: so ein frecher Spatz! Das kommt auch daher, weil er relativ wenig Scheu vor Menschen zeigt und sich ihnen, wenn er auf Nahrungssuche ist, mutig nähert. Es kommt schon mal vor, dass er sich Krümel vom Teller stibitzt. Allerdings ist in den letzten Jahren der Lebensraum Dorf für den Spatz schwieriger geworden. Die Isolierung unserer Häuser lässt ihm weniger Möglichkeiten, seine Nester am Haus zu befestigen. Dies hat dazu geführt, das der Haus- sowie der Feldsperling stark vorm Aussterben bedroht sind. Wo sich der Spatz wohl fühlt, kann er bis zu sechs Bruten im Jahr großziehen.

Foto: piclease, Kirschbaum

Der Mauersegler

Ein Leben in der Luft, das wird von wenigen so konsequent umgesetzt wie vom Mauersegler.
Fressen, schlafen, trinken, alles macht der Mauersegler mit seinen schmalen und sichelförmigen Flügeln im Flug. Nur zur Aufzucht ihrer Jungen müssen die Mauersegler landen. Im Sommer hörst du sie mit einem schrillen Srii, sriii um die Hauser fliegen. Ihre Bruthöhlen findest du in alten recht hohen Mauern oder Türmen. Die Eier werden auf den blanken Boden der Steine abgelegt. In der Luft jagd der Mauersegler mit bis zu 270 KM/h nach Insekten.

 

Foto: Jürgen Holzhausen

Turmfalke

Der Turmfalke ist ein Greifvogel, aber viel kleiner als z. B. Bussard oder Rote Milan. Greifvögel haben ihren Namen daher, weil sie ihre Beute mit den Füßen greifen.
Außerdem ist er mit seinen langen, spitzen Flügeln ein rasanter und geschickter Flieger. Bevor er seine Beute angreift und sich aus der Luft auf sie stürzt, sieht man ihn häufig rüttelnd in der Luft stehen. Er ernährt sich am liebsten von kleinen Säugetieren z. B. Mäusen.
Der Turmfalke hält sich gerne in der Nähe von Feldern und Wiesen auf. Zum Brüten geht er auch in die Dörfer und sucht sich dort Türme oder hohe Häuser aus. Dort legt er seine Eier auf den Boden, manchmal auch in verlassene Nester von anderen Vogelarten.
Sein Ruf ist sehr auffällig und hört sich an wie ein lautes „kikiki“.

Foto: piclease, Ott

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