Im Kajak unterwegs

Regel, Hagel und Sonne, alles war dabei, als die kajakfahrenden Wanderratten das Wasser der Wörnitz und der Altmühl mit ihren Paddeln umrührten.

 

Am 06. Juni begann die viertägige Kajaktour der Wanderratten am Naturfreundehaus Dinkelsbühl. Kurz nach ihrer Ankunft fuhren sie mit ihren zuvor ausgesuchten Kajaks auf der Wörnitz von Hoppingen nach Harburg. Etwas mehr als die Hälfte der Gruppe war sehr erfreut über die leichte Einstiegsstelle in die Wörnitz, da diese fünf Jugendlichen an diesem Tag das erste Mal in einem Kajak gefahren sind. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten konnte die Gruppe die wundervoll idyllischen Ufer begutachten und die Ruhe genießen, die leider öfter mal von vorbeifahrenden Zügen gestört wurde. Auch mussten sie die Tour abbrechen, da einmal das Kajak von Micha, dem "Aufpasser" vollgelaufen, aber auch ein Gewitter aufgezogen war. Während der Wartezeit, bis Micha mit dem Auto zur Ausstiegsstelle gekommen ist, vertrieb sich der Rest die Zeit, indem sie zwei Schwänen die Namen Gertrud Timo und Torsten Timo gaben und sich lustige Geschichten mit diesen ausdachten. Sehr erfreut waren die Jugendlichen, als sie komplett durchgefroren in das warme Auto steigen und zurück angekommen im Naturfreundehaus heiß duschen und in warme und vor allem trockene Klamotten schlüpfen konnten.

Auch verstand die Gruppe bald, weshalb im Haus der Naturfreunde so ein großer Alkoholvorrat vorhanden ist, da die Musikauswahl nüchtern nur schwer zu ertragen ist. Im Gegensatz zu der schlechten Musik war das Essen, das das hervorragende Kochteam, bestehend aus Sarah, Hannah, Lorenz und Sandra, die vier Tage lang zauberten, umso leckerer.

Verhagelter Start

Am Tag darauf sind sie schon früh am Morgen los, um ihre Tour von Treuchtlingen nach Solnhofen auf der Altmühl zu fahren. Diesmal brachte Micha das Auto schon vorher an das geplante Pausenziel, da die Jugendlichen nicht in den durchnässten Klamotten warten wollten. Kaum waren alle im Wasser, und diesmal auch ohne ein anfängliches Kentern beim Einsteigen wie am Vortag, begann es zu Gewittern. Daraus entwickelte sich schnell ein Hagelsturm, weshalb die Gruppe schnell unter über das Wasser ragenden Ästen Schutz suchte.

Zum Glück hielt dieser Sturm nicht lange an und sie konnten weiter fahren. Aber da es weder warm war, noch die Sonne schien, froren die Kajakfahrer sehr und die Altmühl mit ihren wunderschönen anliegenden Wäldern, ihren wundervoll bewachsenen Ufern und dem idyllischen Panorama wurde nicht mehr so sehr genossen, was jedoch an den kommenden Tagen nachgeholt werden sollte. Nach 6 km kamen sie endlich an ihrem Pausenort an und konnten sich im Auto stärken und aufwärmen, woraufhin es die restlichen 11 Kilometer weiter gehen sollte. Trotz anfänglichem boykottierens ging es, dank Michas Überzeugungskünsten weiter, unter der Bedingung, dass es nur bis zum nächsten Wehr, also 2 km gehen sollte.

Wanderratte trifft Bisamratte

Glücklicherweise riss der Himmel auf, die Sonne kam raus und die Gruppe ist doch noch die komplette Strecke gefahren, was einmal das Sehen von einer wundervollen Landschaft, aber auch von Tieren wie Enten mit ihren Küken und einer Bisamratte bedeutete. Fix und fertig kamen sie nach der Tour und einer etwas längeren Autofahrt bei ihrer Unterkunft an und verbrachten noch einen schönen Abend mit Kartenspielen und Gesang, der durch eine Gitarre begleitet wurde.

Donnerstag morgen sollte eine weitere Etappe auf der Altmühl erfolgen, diesmal von Dollnstein nach Eichstätt. Die Jugendlichen hatten sehr viel Spaß auf dem Wasser mit ihren ganzen Faxen, die so in ihren Köpfen herumschwebten, aber auch, da es sehr warm und sonnig war, weshalb auch Sonnenbrände nicht ausblieben. Auch kenterte, bzw. wurde das erste Mal ein Kajak gekentert, welches nur dank ein paar Kanufahrern wieder flott gemacht werden konnte. Am Freitag waren sie das letzte Mal während des Ausflugs in ihren Kajaks, diesmal wieder auf der Wörnitz durch Dinkelsbühl und wurden erstmal mehrmals von asiatischen Touristen fotografiert. Nach einer mehr als zweistündigen Fahrt ist die letzte Tour vorbei und sie beginnen mit dem Packen und dem Aufräumen.

Schweren Herzens verlassen die sieben Jugendlichen und ihr Betreuer das Naturfreundehaus und begaben sich auf die zweistündige Fahrt. Während dieser Zeit verbringen die fünf gelangweilten Teenager die Zeit damit, Autos und LKWs zuzuwinken und das zurückwinken mit lauten Jubelschreien zu kommentieren.
Die zwei übrigen Jugendlichen und der Betreuer waren damit beschäftigt, die hinteren Reihen nicht zu kennen.

Fazit: Autobahn fahren ist gut, den Leuten winken besser und Kajak fahren am Besten!
Text: Anne Vorndran

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